Ab Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahrhundert wurden die Krippen in den Kirchen von König Maximilian I. Joseph von Bayern verboten. Die Krippen standen damals in bestimmten Kreisen in dem Ruf „kindlich und unvernünftig zu sein und dem wahren Glauben im Wege zu stehen“. Dieses Verbot hatte jedoch eine ganz gegenteilige Wirkung.

Dadurch begannen die Leute nämlich, in ihren eigenen Häusern Weihnachtskrippen aufzustellen! Dabei handelte es sich  oftmals um die selbst gebastelten, kleineren und damit auch preiswerteren Formen, wie sie heutzutage auch unter zahlreichen Weihnachtsbäumen zu bewundern sind. Damit können wir dem ersten König Bayerns doch wirklich dankbar sein!

Gerade das selber Basteln einer Krippe, die man jedes Jahr noch erweitern kann, macht großen Spaß und das kann sich zu einer schönen Tradition in der Familie entwickeln.

Zu diesem Thema ist mir noch ein kurzer Vers eingefallen, der zum Beispiel gut auf eine Weihnachtskarte mit einem dementsprechenden Motiv passt:

Gesegnete Weihnacht überall

das haben wir zu verdanken

der Krippe in Bethlehems Stall